Anlagen in Sparbriefe im Renditevergleich

Viele Bankkunden sind auf der Suche nach einer Form der Geldanlage, die ihnen sichere Erträge bietet. Grundsätzlich ist es zwar sinnvoll, einen gewissen Betrag in Aktien- oder anderen Investmentfonds anzulegen, da man hier langfristig höhere Renditechancen hat als bei Kapitalanlagen mit einer garantierten Verzinsung. Dabei gibt es jedoch immer ein gewisses Risiko, schließlich können die Kurse von Aktien oder anderen Wertpapieren auch fallen. Einen gewissen Prozentsatz seines Portfolios sollte man deshalb so anlegen, dass das angelegte Kapital in jedem Fall erhalten bleibt. Für manche Anlegergruppen gilt diese Regel noch mehr als für andere; wenn es zum Beispiel um die eigene Altersvorsorge geht, sollte man in jedem Fall vermeiden, im Alter ganz ohne Erspartes dazustehen. In solchen und vielen anderen Fällen sind Sparbriefe eine gute Alternative, um Geld für einen gewissen Zeitraum anzulegen. In der Regel werden Sparbriefe für eine kurz- bis mittelfristige Anlage angeboten, die Laufzeit liegt meistens zwischen zwölf Monaten und fünf Jahren.


Teilweise sind sogar noch länger laufende Sparbriefe erhältlich, bei diesen sollte man jedoch darauf achten, dass man sich nicht in einer Phase allgemein niedriger Zinsen zu lange an einen Sparbrief bindet. Grundsätzlich ist die Konstruktion von Sparbriefen denkbar einfach. Der Anleger kauft einen Sparbrief für eine gewisse Summe und vereinbart mit der Bank die genaue Laufzeit. Von der Bank erhält er für den angelegten Betrag Zinsen; die Höhe der Zinssätze richtet sich dabei in erster Linie nach der Anlagedauer. Für längere Zeiträume werden dabei im Schnitt höhere Zinsen gezahlt. Die Zahlung der Zinsen erfolgt in den meisten Fällen jährlich, allerdings gibt es ebenfalls Angebote, bei denen die Gutschrift der Zinsen in kürzeren Intervallen erfolgt. Eine besondere Variante sind aufgezinste Sparbriefe, bei denen die Zinsen nicht an den Anleger ausgezahlt werden, sondern bei der Bank verbleiben. Bei längeren Anlagezeiträumen kann man auf diese Weise von Zinseszins-Effekt profitieren.

Allerdings sollte man darauf achten, dass die Zinsen am Ende der Laufzeit in einem Betrag ausgezahlt werden. Wenn dieser Betrag den persönlichen Freibetrag überschreitet, müssen auf die darüber hinausgehende Summe Steuern gezahlt werden. Sparbriefe sind jedoch nicht nur eine sehr einfach kalkulierbare, sondern auch eine sehr sichere Form der Geldanlage. Sie unterliegen in der gesamten Europäischen Union den gesetzlichen Regelungen zur Einlagensicherung. Kleinanleger können sich also sicher sein, ihr Geld selbst bei einer Insolvenz der Bank zu erhalten. Im Ausland werden Sparbriefe ebenfalls angeboten. Deshalb kann es sich durchaus lohnen, sich zum Beispiel auf der Webseite einer Bank in der Schweiz über die dortigen Konditionen zu informieren. Teilweise liegen die Zinssätze bei Kreditinstituten, die ihren Sitz jenseits der deutschen Grenze haben, deutlich höher als im Inland, so dass man als Anleger profitieren kann. Gerade bei Kreditinstituten ist die Geldanlage aufgrund der gemeinsamen Sprache ohne besondere Komplikationen möglich.